Der Weg zum eigenen Buch. Warum Autor sein mehr ist als Bestsellerträume

Ein eigenes Buch schreiben. Für viele beginnt dieser Gedanke ganz leise. Vielleicht mit einem Satz, einem Bild im Kopf, einer Geschichte, die erzählt werden will.
Und plötzlich ist sie da: die Idee, die bleibt.
Aus ihr wächst ein Herzensprojekt, das nicht selten Jahre lang mitläuft, immer wieder zwischen Alltag, Arbeit, Zweifel und den ganz großen Träumen.

Helles, modernes Schreibzimmer mit Holzschreibtisch, Notebook, edlem Notizbuch und Schreibfeder vor einem großen Fenster – inspirierender Arbeitsplatz für Autorinnen im Selfpublishing oder Verlag.

Vom leisen Wunsch zum fertigen Buch

Wer schreibt, der weiß: Es geht nicht nur um Inspiration. Es geht um Disziplin, um Durchhalten, um Entscheidungen.

Es gibt Phasen, da fließt alles. Und dann wieder Wochen, in denen kein einziges Wort den Weg aufs Papier findet.
Gerade beim ersten Buch fühlt sich der Weg oft unendlich lang an.

Und doch ist es da. Irgendwann. Vielleicht nach drei Monaten, vielleicht nach drei Jahren.
Das Manuskript steht.
Und egal ob drei Menschen es lesen oder dreihunderttausend:
Dieses Buch ist ein Stück von dir.

Die eigene Geschichte, das Wissen, die Figuren… All das hat plötzlich Gewicht, Seiten, ein Cover. Es ist mehr als ein Projekt. Es ist ein Meilenstein.


Der innere Kampf: Zwischen Selbstzweifel und Schreibflow

Viele träumen vom Autorinnenleben, aber kaum jemand spricht offen über die inneren Kämpfe:

  • Reichen meine Worte?
  • Interessiert das überhaupt jemanden?
  • Ist das wirklich gut genug?

Gerade in der Phase zwischen Anfang und „fertig“ liegen oft Unsicherheit, Perfektionismus und eine ganze Portion Frust. Denn es ist nicht leicht, ein Buch zu Ende zu bringen. Aber genau deshalb ist es so besonders.


Verlag oder Selfpublishing? Zwei Wege, zwei Welten

Spätestens wenn das Manuskript steht, kommt die nächste große Entscheidung: Verlag suchen oder selbst veröffentlichen?

Der klassische Weg über einen Verlag

Vorteile:

  • Lektorat, Coverdesign und Marketing werden übernommen
  • Größere Sichtbarkeit im Buchhandel
  • Renommee und oft mehr Vertrauen von Presse und Buchhandlungen

Nachteile:

  • Lange Wartezeiten und viele Absagen
  • Kaum Einfluss auf Gestaltung und Preis
  • Geringe Tantiemen (oft unter 10 % vom Ladenpreis)
  • Vertragsbindung, die nicht immer im Sinne der Autorin ist

Selfpublishing & Amazon KDP

Vorteile:

  • Volle Kontrolle über Inhalt, Design, Veröffentlichung und Preis
  • Schnelle Veröffentlichung möglich
  • Höhere Einnahmen pro verkauftem Buch
  • Direkter Kontakt zur eigenen Leserschaft

Nachteile:

  • Du machst (fast) alles selbst: Lektorat, Formatierung, Marketing
  • Einstieg erfordert technisches Know-how
  • Sichtbarkeit ist harte Arbeit
  • Vorurteile gegenüber Selfpublishern halten sich hartnäckig

Am Ende geht es nicht um richtig oder falsch. Beide Wege haben ihre Berechtigung.
Die Frage ist eher: Was passt zu dir, zu deinem Buch, zu deiner Vision?


Zwischen Alltag und Schreibzeit: Realistische Ziele setzen

Wer neben Beruf, Familie oder Studium schreibt, kennt das Gefühl: Der Tag hat einfach zu wenig Stunden.
Und trotzdem, sei dir sicher: Es ist machbar. Auch mit kleinen Schritten.
Eine halbe Stunde am Morgen, ein paar Zeilen in der Mittagspause. Es geht nicht um Tempo. Es geht darum, dran zu bleiben.

Das Ziel ist nicht nur das Buch im Regal. Es ist das Gefühl, etwas fertiggestellt zu haben, das ganz und gar aus dir kommt. Und das kann dir niemand nehmen.


Du darfst dich Autorin nennen.

Ob du einen Verlag findest oder dich für Selfpublishing entscheidest, du hast etwas geschaffen.
Du hast dich durch Seiten gekämpft, an deinen Worten gezweifelt, weitergemacht.

Und das verdient Respekt. Nicht erst, wenn du Bestsellerlisten erklimmst, sondern genau jetzt.

Denn Autorin sein heißt nicht: perfekt sein.
Es heißt: ehrlich schreiben.
Und losgehen.
Trotz aller Zweifel.


Was du wirklich brauchst, um zu starten

Viele warten, bis alles perfekt ist, die richtige Idee, der richtige Moment, der perfekte Laptop.
Doch in Wahrheit braucht es gar nicht viel.

Zum Starten reicht:

  • eine Idee, die dich nicht mehr loslässt
  • ein Stift, der gerne über Papier tanzt
  • ein Notizbuch, das deine Gedanken auffängt
  • und ein Notebook oder PC mit einem einfachen Schreibprogramm

Ob du nun mit Word, Papyrus Autor oder Scrivener arbeitest, wichtig ist, dass du anfängst.
Und falls du gerade gar nichts zur Hand hast: Selbst das Handy reicht für die ersten Sätze.
Kein Scherz. Manch ein Roman begann in der Notizen-App beim Warten auf den Bus.

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Lust auf mehr?

Im nächsten Beitrag sprechen wir darüber, wie du dein erstes Buchprojekt Schritt für Schritt aufbauen kannst. Von der Idee bis zum fertigen Manuskript. Bleib dran, wenn du selbst den Sprung in die Autorinnenwelt wagen willst.
Und bis dahin, schau doch auch gern bei den Blogger-Tipps vorbei.